Prioritätengewichtung
 
 
In letzter Zeit (liegt wohl am Wetter) kam das Thema hier und da mal auf, daher dachte ich mir, ich schreib mal was zum Thema Ansehnlichkeit.
 
Ich habe nie zu denen gehört, die “etwas in der Hand haben” müssen. Ich mag hübsche, süße Frauen mit guter Figur, die ich auch gerne ansehe, und ich schäme mich kein Stück. Ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass normal gebaute Männer, die ausschließlich dicke Frauen verfolgen, sich selbst etwas vormachen. “Love the one you’re with” sagen die Amerikaner - liebe denjenigen, den Du hast, sprich Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach.
 
Auf der anderen Seite kann ich mit dünnen Frauen auch beim besten Willen nichts anfangen. Nicht aus den üblichen - und üblicherweise gelogenen - Gründen. Ich habe keine Angst, mir das Becken aufzuschürfen (dafür habe ich Pflaster), und ich brauch‘s auch nicht “gemütlich” (dafür habe ich Kissen). Der Grund ist ein ganz anderer: Eine Frau, die gerne isst, spürt gerne ihren Körper. Sie spürt gerne, dass sie lebt - sie ist per Definition sinnlich. Und wie viel Spaß es macht, mit einer sinnlichen Frau zusammen zu sein... nun, denjenigen, die es noch nicht erlebt haben, möchte ich nichts vorwegnehmen.
 
Eine Frau hingegen, der irgendwelche grotesken Möchtegern-Schönheitsideale mehr bedeuten als das Erlebnis, wenn sich ein feines Stück Schokolade auf der Zunge auflöst und sich eine pure Geschmacksexplosion im ganzen Kopf ausbreitet… So eine Frau lässt auch den Sex in der Regel eher über sich ergehen, als sich fallen zu lassen, wie man so schön sagt. Und ehrlich gesagt habe ich mehr davon, ein Sofakissen ein paar Minuten im Ofen anzuwärmen und mich daran zu reiben - das muss ich wenigstens nicht nach Hause fahren.
Freitag, 30. März 2007
Dicke / dünne Frauen