Mal so gefragt
 
 
Ist es wirklich so schwer, sich zu bedanken?
 
Mal im Ernst, ich verstehe nicht, warum es so oft vorkommt, dass man jemandem einen Gefallen tut, und der sich daraufhin nicht bedankt.
Beispiel Straßenverkehr. Ein Engpass, man hat es gerade nicht eilig, man hält an, lässt die Gegenseite vor... und die bedanken sich nicht.
 
Ich verstehe den Egoismus, anderen Leuten diesen Gefallen nicht zu tun. Kann ich nachvollziehen, mache ich ja auch nicht immer.
Aber wenn man doch vorgelassen wird, was kostet es denn, kurz zu nicken oder zu winken, einfach um zu sagen „Hallo, ich erkenne an, dass du deine Zeit opferst, um mir mein Leben zu erleichtern.“
Denn das ist es ja. Ich opfere meine Zeit, egal wie wenig, und treffe eine bewusste Entscheidung, jemand anders, den ich nicht kenne, einen Gefallen zu tun.
 
Einige Leute scheinen gleich zwei völlig beknackte Ideen in ihren verqueren Hirnwindungen zu tragen.
1. dass sie eine Schuld auf sich laden, wenn sie einen Gefallen annehmen. Negatives Karma oder so etwas.
2. dass dies nicht der Fall ist, wenn sie so tun, als habe man ihnen den Gefallen nicht getan.
 
Hört mal zu, ihr Deppen: Ich werde diese bescheuerte Spirale von Gefallen tun - nicht bedanken - in Zukunft keine Gefallen mehr tun nicht mittragen, denn ich bin besser als ihr.
Ich sacke lieber das positive Karma ein, das mit Sicherheit verdoppelt wird wenn ihr Flachwichser euch nicht bedankt.
Montag, 4. Dezember 2006
Anstand